Seit meinem Auslandssemester in Mexico bin ich nicht nur ein Fan von Chiasamen (nachzulesen hier), sondern auch von Kokosöl. Dieses Öl darf inzwischen weder in meiner Küche noch in meinem Badezimmer fehlen. Warum ich auf Kokosöl schwöre und wofür ich es alles verwende, erfährt ihr jetzt.
Was macht Kokosöl zu einem besonderen Öl?
Kokosöl wird durch Pressen des Fruchtfleischs von Kokosnüssen gewonnen. Das lustige an dem Pflanzenöl ist, dass es erst ab einer Temperatur von ca. 24 Grad flüssig wird: Darunter handelt es sich um eine feste, weiße Masse. Da es in unseren Breiten selten konstant über 24 Grad hat, wird Kokosöl bei uns meist in Gläsern mit größerer Öffnung anstatt in Flaschen verkauft.
Kokosöl besteht als eines der wenigen natürlichen Öle zu 60-70% aus mittelkettigen Fettsäuren. Im Gegensatz zu anderen Fettsäuren haben diese weniger Kalorien, sind leicht verdaulich und wasserlöslich, wodurch sie direkt durch die Blutbahn in die Leber gelangen und zur Energiegewinnung genutzt werden können. Es ist daher ein sehr gesundes Öl.
Wofür bzw. wogegen ist Kokosöl gut?
Aufgrund der mittelkettigen Fettsäuren wirkt Kokosöl sowohl gegen Viren und Bakterien als auch gegen Pilze (äußerlich und innerlich angewendet). So kann man es zum Beispiel gegen Herpes einsetzen. Außerdem kann man durch Kokosöl die Risikofaktoren für Herzerkrankungen minimieren. Es gibt sogar Meinungen dazu, dass Kokosöl im Kampf gegen Demenz oder Krebserkrankungen hilfreich sein kann! Manche in meinem Bekanntenkreis schwören auf Kokosöl als natürlicher Schutz gegen Zecken, Stechmücken, Bremsen und Läuse (sowohl für Menschen als auch für Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde).
Abgesehen von der medizinischen Kraft des Kokosöls kann es auch von Figurbewussten als gesunde, kalorienärmere Alternative zu anderen Ölen eingesetzt werden. Außerdem ist Kokosöl eine echte Beautywunderwaffe: Beispielsweise kann man es als Creme für trockene Haut und Lippen verwenden. Auch als Haarkur eignet sich Kokosöl perfekt: Einfach in die trockenen Spitzen einreiben, einwirken lassen und ausspülen. Wer besonders mutig ist, kann Kokosöl auch hin und wieder zum Zähneputzen verwenden oder einmal täglich einen Teelöffel Kokosöl im Mund zwischen den Zähnen durchziehen und nach ca. 5-10 Minuten wieder ausspucken. Durch seine antibakterielle Wirkung kann Kokosöl gegen Karies wirken und möglicherweise sogar eine gesündere Alternative zu Fluorid (das in Zahnpasta gegen Karies wirkt) sein. Ob sich Kokosöl nebenbei auch als Mittel für weißere Zähne eignet bin ich gerade am Ausprobieren – ich lasse es euch bald wissen!
Und wer behauptet das alles?
Ich persönlich bin erstmals mit Kokosöl als Wundermittel in Mexico in Berührung gekommen. Erst war ich skeptisch, als mir die Leute, die das Öl dort vor Ort verkaufen, von der vielseitigen Wunderwirkung erzählten. Nach und nach habe ich aber von immer mehr Seiten Ähnliches gehört und viele Wirkungen (vor allem in Beautysachen) selbst erfahren können. Inzwischen kann man auch im Internet schon auf einigen seriösen Seiten von den Vorzügen von Kokosöl lesen. Studien dazu gibt es allerdings nur vereinzelt. Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass sich dies auch nicht so schnell ändern wird, da weder die Pharmaindustrie noch die Kosmetikindustrie Interesse daran haben dürften derartige Studien zu finanzieren…
Wo kann man Kokosöl kaufen?
Unterscheiden muss man beim Kauf von Kokosöl zwischen industriell gepresstem Kokosöl und nativem Kokosöl. Bei der industriellen Pressung wird das Fruchtfleisch der Kokosnuss getrocknet, längere Zeit gelagert und stark erhitzt. Oftmals werden chemische Mittel hinzugefügt um das Aussehen und den Geschmack des Öls zu verändern. Vielerorts wird dieses industriell gepresste Kokosöl dann als Kokosfett verkauft. Leider gehen durch die wenig schonende Herstellung aber viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Daher sollte man unbedingt natives Kokosöl kaufen, das durch biologische Kaltpressung hergestellt wurde. Dabei werden die Kokosnüsse erntefrisch verarbeitet und nicht raffiniert oder mit chemischen Mitteln versetzt. Das Öl wird nur gefiltert, um von Fruchtfleischstückchen oder Feuchtigkeit frei zu sein. Oftmals erkennt man natives Kokosöl auch daran, dass noch kleine Stückchen darin zu finden sind.
Während Kokosöl in den Herstellungsländern in Südamerika (beispielsweise in Mexico) oder Asien oftmals sehr billig ist, wird es hierzulande etwas teurer verkauft. Es lohnt sich trotzdem, auf hochwertiges Kokosöl zu setzen, das man beispielsweise im Reformhaus bekommt. Besonders preiswert sind meist größere Gläser. Hier* kannst du zum Beispiel 1 L pureBIO Kokosöl bio, nativ und kaltgepresst günstig bestellen.
Verwendung von Kokosöl in der Küche
Durch seinen dezenten, leicht exotischen Geschmack kann man Kokosöl für fast alles verwenden. Besonders gut passt es zum Salat oder zu asiatischen Gerichten. Auch als Zusatz im Smoothie macht sich Kokosöl gut (besonders in tropischen Smoothies mit zum Beispiel Mangos oder einer Ananas). Kokosöl kann man auch einfach anstatt Raps- oder Olivenöl oder Bratfett zum Herausbraten von Fleisch, Gemüse oder Frittiertem verwenden. Dazu muss man es nicht einmal erwärmen. Will man es zum Backen verwenden, kann man das feste Öl einfach im Wasserbad, in der Sonne oder auf der Heizung flüssig werden lassen.
Lust darauf, mehr Superfoods zu entdecken? Hier erfährst du mehr darüber. Was sind deine Erfahrungen mit Kokosöl?
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