80 | 10 | 10 Regel - gesundes Essen und ungesundes Essen

Gesunde Ernährung: 80 | 10 | 10 Regel

Gesunde Ernährung heißt Verzicht auf Pommes, Schokolade und Pizza? Blödsinn! Wenn du dich an die 80 / 10 / 10 Regel hältst, darfst du ab sofort wieder alles essen! Erfahre jetzt, was es damit auf sich hat.

80 | 10 | 10 Regel erklärt

Vor einigen Jahren war ich einmal auf einem Ernährungsvortrag, von dem ich besonders viel für mich selber mitnehmen konnte. Anders als viele „Ernährungsexperten“ hat der Vortragende nämlich nicht versucht uns vorzuschreiben, welche Lebensmittel wir zu konsumieren und welche tunlichst zu meiden haben, sondern er hat uns eine Grundregel mitgegeben, an die ich mich seither halte – die 80 / 10 / 10 Regel: 80% unserer Ernährung soll aus Lebensmitteln bestehen, die uns schmecken und gesund sind. 10% unserer Ernährung soll aus Nahrung bestehen, die uns nicht ganz so gut schmeckt, aber gesund ist. Und 10% unserer Ernährung darf das sein, was uns schmeckt, aber nicht gesund ist.

Einfach einzuhalten?

Die 80% zu finden die mir schmecken und gesund sind fallen mir nicht besonders schwer. Neben Obst und Gemüse stehen bei mir auch öfters Gerichte mit Linsen oder Vollkornprodukte wie Dinkelnudel oder Dinkelreis auf dem Speiseplan.
Schwieriger wird es schon mit den 10%, die mir nicht schmecken, aber gesund sind. Natürlich ist hier nicht gemeint, dass man sich zwingen sollte etwas zu essen, das man auf den Tod nicht leiden kann. Als absoluter Korianderhasser kann ich mir nicht vorstellen, dass es mir mein Körper danken würde, wenn ich ihn jede Woche zu einem Teller Koriander zwingen würde – auch wenn dieser viele Nährstoffe enthalten solle. Vielmehr sollte man darunter verstehen etwas zu essen, das man vielleicht nicht unbedingt zu seinem Lieblingsgericht zählen würde, das aber akzeptabel ist. Das kann zum Beispiel heißen, dass ich Dienstags in der Kantine die grünen Bohnen als Beilage esse, obwohl mich die Pommes mehr angelacht hätten. Ebenfalls kann es heißen, dass ich einmal im Monat zum Dinkelbrot im Supermarkt greife, obwohl ich Baguette eigentlich lieber mag. Oder aber es bedeutet, dass ich morgens einen Löffel Erdmandel über mein Müsli gebe, obwohl es mir genauso gut ohne geschmeckt hätte.
Wirklich spannend aber finde ich an der Regel die 10%, die ungesund sind, mir aber schmecken. Diese 10% bedeuten nämlich, dass ich mir ruhig auch kleine Sünden leisten kann wie die Schokolade nach einem anstrengenden Tag oder die Pizza vom Lieferservice, wenn ich mal keine Zeit oder Lust zu kochen hatte. Und diese 10% kann ich ohne schlechtem Gewissen genießen, weil ich weiß, dass die restlichen 90% meiner Ernährung absolut gesund sind!
Kannst du dir vorstellen, nach der 80 | 10 | 10 Regel zu leben?

2 Gedanken zu „Gesunde Ernährung: 80 | 10 | 10 Regel

  1. Hallo Anna, ich bin über einen anderen Poleblog auf dich gestoßen. Lese mich gerade ein bisschen ziellos durch deine Beiträge. Die 80/10/10-Regel klingt interessant, aber ich frage mich, wie sich das im Alltag bewerkstelligen lässt? Beziehungsweise glaube ich, es wird niemals exakt 80/10/10 sein, außer man führt ein prozentuales Tagebuch 🙂 Oder hast du hilfreiche Tipps zur Umsetzung? Den Ansatz finde ich wirklich gut und motivierend. Liebe Grüße

    1. Hey Cati, vielen Dank für dein Kommentar 🙂 Da hast du natürlich Recht, dass man im Alltag wahrscheinlich nie prozentuell exakt auf 80 | 10 | 10 kommen wird. Ich nehme das eher als Faustregel – wenn ich mich zum Beispiel einen Tag lang sehr gesund ernähre, dann kann ich abends schon einmal einen Schokoriegel zum Nachtisch essen. Oder wenn ich einmal einen Tag lang fast nur ungesund gegessen habe, dann schaue ich, dass ich mich die nächste Woche ausschließlich gesund ernähre. Das muss dann auch nicht auf das Gramm ausgerechnet werden – im Endeffekt soll Essen und gesunde Ernährung ja Spaß machen und dir gut tun und dich nicht so sehr einengen. Hilft dir das etwas weiter?
      Liebe Grüße, Anna

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