Raus auf dem Motivationstief

Raus auf dem Motivationstief

Dein Fitnessstudio hat dich schon länger nicht mehr gesehen? In letzter Zeit liegst du lieber auf der Couch als auf der Yogamatte? Und deine Poledance-Kolleginnen können sich nur noch dunkel an das letzte gemeinsame Training erinnern? Schluss mit dem Motivationstief! Hier sind einige Tipps für dich, wie du dich endlich wieder zum Training motivierst.

Wie ich bereits hier geschrieben habe, ist es vollkommen okay, nicht jeden Tag Lust auf ein anstrengendes Workout zu haben. Selbst wenn du einen Sport gefunden hast, der dir unheimlich Spaß macht, ist es normal, dass du hin und wieder trotzdem mehr Lust auf Fernsehen oder mit Freunden chillen hast als auf schwitzen. Gönn dir diese Tage als Regeneration! Wahrscheinlich sagt dir dein Körper einfach, dass es Zeit ist für eine kleine Pause zum Energietanken. Nach einigen Tagen wirst du bestimmt wieder motiviert deine Trainingssachen packen und loslegen.
Doch was, wenn dieses Motivationstief nicht nur ein paar Tage, sondern Wochen oder sogar Monate anhält?  Dann wird es höchste Zeit, nach den Ursachen für dein Motivationstief zu forschen und dich rauszuziehen (lassen)! Gehe in dich und versuche herauszufinden, warum du gerade keine Lust auf Training hast.

Kannst du dich alleine einfach nicht zum Training aufraffen?

Die meisten von uns wissen, dass gemeinsames Training einfach viel mehr Spaß macht. Außerdem kann man sich so gegenseitig zum Trainieren motivieren. Also schnapp dir deineN besteN FreundIN und ab mit euch zum Sport. Solltest du noch keinen Gym-Buddy gefunden haben, ist dein Lieblingsstudio der beste Ort, einen kennenzulernen.

Fehlt dir die Abwechslung?

Wer immer nur das gleiche trainiert, dem wird schnell langweilig. Ein persönliches Beispiel dazu: Nachdem ich (aufgrund von Reisen) den Poledance-Kurs versäumt habe, der auf meinem Level aufbaute, musste ich über ein halbes Jahr darauf warten, bis der Kurs wieder angeboten wurde. In der Zeit habe ich brav die Tricks aus dem letzten Kurs geübt, bis mir irgendwann einfach langweilig wurde: In meine Trainingseinheit hatte sich die Routine eingeschlichen. Als ich das bemerkte, habe ich versucht, mein Training wieder abwechslungsreicher zu gestalten – eine Runde Freestyle einzubauen, eine Choreografie zusammenzustellen, mir durch Video-Tutorials neue Tricks anzueignen oder mit meinem Lieblings-Pole-Buddy Double Figuren nachzumachen, die wir auf Fotos gesehen haben. Durch die Abwechslung ist meine Motivation recht schnell wiedergekommen.

Kommt dir gerade das Leben dazwischen?

Hast du einfach zu viel um die Ohren? Stress in der Arbeit, einschneidende Erlebnisse im Privatleben oder einfach gerade zu viel mit anderen Hobbies zu tun? Dann überlege dir, ob dies gerade nur eine Phase ist, oder ob diese stressige Zeit womöglich länger andauern wird. Sollte das Ende absehbar sein, dann lass das Training erst einmal noch eine Weile sein und konzentriere dich auf die andere Sache. Nimm dir aber fest vor, danach wieder voll durchzustarten. Am besten trägst du dir deine erste Trainingseinheit schon einmal in den Kalender ein, wenn wieder mehr Freizeit zur Verfügung stehen sollte. Ist es aber absehbar, dass der Stress noch eine Weile anhält, so solltest du dir überlegen, ob du nicht zwischendurch etwas Zeit für dein Training findest. Kompromisse zu finden ist hier angebracht, allerdings sollten diese dann nicht nur fürs Training geschlossen werden, sondern auch für die anderen Dinge. 1x die Woche 1 Stunde trainieren anstatt 2x die Woche 1,5 Stunden ist okay. Diese Stunde sollte dann aber fix eingeplant und auf jeden Fall eingehalten werden.

Brauchst du ein konkretes Ziel vor Augen?

Oftmals fehlt uns auch die Motivation fürs Training, wenn uns ein Ziel fehlt. Auch wenn es sich bei deinem Sport um dein Hobby handelt solltest du dir selbst Ziele setzen. Das kann ein leistungsbezogenes Ziel sein, beispielsweise „in 30 Tagen schaffe ich meinen ersten Klimmzug“ (mehr dazu hier). Oder die Teilnahme an einem (Hobby)Wettbewerb. Ebenfalls als hilfreich haben sich Wetten beziehungsweise Challenges mit anderen Sportlern oder Freunden erwiesen: Vor gut einem halben Jahr schien es mir fast unmöglich, jemals den Handspring von unten zu schaffen. Ich fühlte mich meilenweit von diesem Ziel entfernt. Meinem Pole-Buddy ging es ähnlich mit dem Iron X. Irgendwann kam sie auf die Idee, eine Wette abzuschließen: Wer bis Ostern sein Ziel erreiche, bekäme ein Geschenk vom anderen. Und siehe da: Auch wenn es einen Monat davor noch immer unmöglich erschien – zu Ostern haben wir beide unser Ziel erreicht (und tolle Geschenke vom anderen bekommen). Ein Ziel vor Augen zu haben motiviert ungemein, vor allem wenn andere davon wissen. Denn dann will man sich noch weniger die Blöße geben, am Ende sagen zu müssen, sein Ziel nicht erreicht zu haben, weil man lieber auf der Couch als im Training war.

Erwartest du zu viel von dir?

Zu hoch gesteckte Ziele oder Erwartungen können umgekehrt aber auch zu Demotivation führen. Wer immer wieder seine Motivation verliert, weil gewisse Dinge einfach nicht klappen oder andere Leute besser sind in irgendetwas, der sollte sich wieder vor Augen halten, was das Training eigentlich ist: In den meisten Fällen ein Hobby. Und als Hobby sollte es vor allem eines: Spaß machen. Dann klappt eben etwas nicht auf Anhieb oder so wie geplant – na und? Dafür klappen andere Sachen! Solltest du schon längere Zeit trainieren: Erinnere dich selbst daran, was du anfangs als schwierig empfunden hast. Und dann freue dich daran, wie leicht es dir nun fällt. Halte dir vor Augen, wie viel du schon erlernt hast. Es wäre doch schade, nun die Motivation zu verlieren und alles hinzuschmeißen, bloß weil eine Sache nicht gleich klappt, oder?
Und an alle Anfänger: Niemand ist als Meister vom Himmel gefallen! Frag doch einmal die andere Mädels und Jungs aus deinem Studio, die alles scheinbar viel besser können, wie das bei ihnen am Anfang so war. Du wirst überrascht feststellen, dass auch sie ähnliche Probleme wie du hatten.

Alle Tipps beherzigt, trotzdem keine Motivation?

Du hast festgestellt, dass du zwar eigentlich genügend Zeit und auch den Kopf für Training hättest, tolle Trainingspartner kennst, für genügend Abwechslung sorgst und auch Ziele hast, bringst aber trotzdem langfristig keine Motivation fürs Training auf? Dann heißt es ehrlich zu dir selbst sein. Vielleicht hast du einfach noch nicht die richtige Sportart für dich gefunden, die dir auf Dauer tatsächlich so viel Spaß macht, dass du sie langfristig durchziehst? Oder du hast dich einfach selbst verändert, sodass die Sportart, die dir bisher sehr viel Spaß gemacht hat, einfach nicht mehr so richtig zu dir passt? In diesem Fall überlege dir, ob du sie wirklich ganz aufgeben willst. Falls du dir nicht sicher bist, kannst du auch kurzzeitig mehr eine andere Sportart trainieren. Vielleicht wirst du merken, dass die Motivation für deine bisherige Sportart nach einiger Zeit von alleine wieder zurückkommt. Oder du entdeckst eine neue Sportart und stellst fest, dass dir die alte tatsächlich nicht so richtig fehlt. Dann ist es vielleicht wirklich an der Zeit, sich weiterzuentwickeln und einen neuen Sport zu beginnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.