Chia-Samen – Superfood aus Mexico

Chia-Samen – Superfood aus Mexico

Chia-Samen sind bei uns in den letzten Jahren erst so richtig als Superfood modern geworden. Zeitweise hatte man das Gefühl, nur wer mindestens 1x die Woche einen Chia-Pudding auf seinem Instagram-Profil postet, ernährt sich gesund. Hier erfährt ihr, was Chia-Samen tatsächlich können, warum sie als so gesund gelten und was ihr damit so alles anstellen könnt.

Was Chia-Samen sind

Chia-Samen sind kleine schwarze Samen, die ursprünglich aus Mexico kommen. Auch wenn man hierzulande immer wieder von [Kia]-Samen hört: Ausgesprochen werden sie richtig als [Tschia]-Samen“. (Man isst ja schließlich kein Auto.)
Schon die Maya haben ihre energiespendende Wirkung sehr zu schätzen gewusst: Nicht umsonst haben sie dieser wichtigen Nahrungsquelle den Namen „Chia“ gegeben, das Maya-Wort für Kraft. Ich selbst habe Chia-Samen in meinem Auslandssemester in Mexico kennen- und schätzen gelernt. Seit einigen Jahren aber werden diese Samen auch bei uns angeboten, allerdings um ein zehnfaches teurer als dort, wo sie eigentlich angebaut werden.

Was Chia-Samen alles können

Diese kleinen Körnchen haben es in sich: Sie haben einen sehr hohen Proteingehalt, sind reich an Ballaststoffen und wertvollen Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6. Außerdem haben sie eine antioxidative Wirkung und enthalten Eisen und sogar mehr Kalzium als beispielsweise Milch. Dadurch, dass sie ein vielfaches an Flüssigkeit aufnehmen können und damit aufquellen, machen schon kleine Mengen an Chia-Samen langanhaltend satt.

Wie man Chia-Samen verwendet

Prinzipiell kann man Chia-Samen auch „pur“ verwenden. Beispielsweise kann man sie in Smoothies oder in das Frühstücksmüsli mischen. Dann sollte man aber genügend Flüssigkeit dazu trinken, da die Samen noch aufquellen werden.
Noch besser aber ist es, einen Chia-Pudding zuzubereiten. Dazu mischt man die Samen einfach mit genügend Flüssigkeit und lässt die quellen. Als Flüssigkeit kann man auch Wasser verwenden – da die Samen selbst aber nach nicht viel schmecken ist es zu empfehlen, auf andere Flüssigkeit, zum Beispiel Milch, Kokosmilch, Mandelmilch oder Reismilch zurückzugreifen. Nach einiger Zeit bildet sich eine gelartige Masse, der sogenannte Chia-Pudding. Dieser hält sich einige Tage im Kühlschrank und kann nun nach Bedarf Löffelweise in Müslis oder Smoothies gemischt werden. Oder man isst den Chia-Pudding pur mit Früchten (beispielsweise Beeren oder Kiwi).

Wo man Chia-Samen erhält

Chia-Samen kann man in jedem Reformhaus und sogar im Supermarkt kaufen. Inzwischen bekommt man Chia-Samen sogar beim Diskonter. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Samen Bio-Qualität haben, um eine unnötige Schadstoffaufnahme damit zu vermeiden. Preislich gibt es erhebliche Unterschiede, wobei Chia prinzipiell recht teuer ist. Da die Samen aber so stark aufquellen, benötigt man nur wenige pro Mahlzeit und kommt so lange mit einer Packung aus.

Chia-Samen – in hohen Mengen ungesund?

Da Chia-Samen erst seit einiger Zeit importiert werden, gibt es eine Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nicht mehr als 15 Gramm der Samen täglich zu verzehren. Die Begündung dafür ist, dass es zu den Folgen übermäßigen Konsums der Samen noch keine Studien gibt. Ich persönlich aber denke, dass Samen, welche seit Jahrhunderten in anderen Ländern angebaut und verzehrt werden, kaum schädlich sein können. Wie bei allem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Wer sich abwechslungsreich ernährt und nicht täglich drei Schüsseln Chia verdrückt, der kann seine Nahrung mit diesem Superfood wunderbar ergänzen. Wer lieber auf regionales Superfood zurückgreift, kann statt Chia Leinsamen verwenden.
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